12.2.10 | Briefe an Tolkien - eine Gewinnaktion zum Hobbit Presse-Jubiläum 2009

Tolkien: Der Herr der Ringe LederausgabeAus Anlass des 40-jährigen Jubiläums der Hobbit Presse im Jahr 2009 hat Klett-Cotta ein Exemplar der wunderbar gestalteten weißen Lederausgabe des »Herrn der Ringe« verlost.
(Wie es zu der Aktion kam.)

Die Teilnehmer mussten dafür lediglich einen Brief an Tolkien verfassen.
Jetzt ist der 1. Preis ausgelost worden. Und die schönsten Briefe sind hier aufgelistet.

1. Preis geht an Carina H.

Sehr geehrter Herr Tolkien,
ich liebe ihre fantastische Welt!
Sie haben nicht einfach nur ein Buch geschrieben. Nein, Mittelerde ist etwas viel größeres. Eine Welt in der man versinken kann, die zum träumen einlädt und die trotz all der garstigen Kreaturen voll von Schönheit und Hoffnung ist.
Am liebsten wäre ich selbst ein Teil von ihr. Natürlich auf der Seite der Guten im Kampf gegen das Böse. Mächtig, unfassbar schön,reich an unschätzbaren Wissen über die vergangenen Zeitalter,welches schon verloren scheint. Ich würde abgeschieden Leben. Nur selten würde Menschen mich aufsuchen um meinen Rat zu erfragen. Ich wäre am liebsten so, wie Tom Bombadil. Vielleicht die Tochter von ihm und Goldbeere? Er würde mich dann an seiner statt ausschicken, um gemeinsam mit den Gefährten die Welt zu retten.
Überhaupt ein Teil von Mittelerde zu sein, zu erleben, wie das scheinbar schwächste Glied einer Kette, ein kleiner Hobbit, eine Welt deren Zukunft im Untergang begraben zu liegen scheint, von dem Bösen erlöst, wäre wunderbar.
Es ist schön das es in Mittelerde Platz für jeden gibt, der nur ein bischen Fantasie besitzt um sich hineinzudenken.

Vielen Dank!
Namárië!

Weitere der schönsten Briefe

Brief an Tolkien - vergrößern (pdf, 2,5 MB)Einen wunderschön gestalteten Brief haben wir eingescannt, damit ihn jeder bewundern kann.
Brief an Tolkien (pdf, 2,5 MB)

 

 

 

 

 

 

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Sehr geehrter Herr Tolkien,
zunächst einmal möchte ich Ihnen meine Bewunderung dafür aussprechen, auch im zarten Alter von 117 Jahren noch in aller Munde zu sein und die Welt mit fabelhaften Geschichten zu begeistern - meine aufrichtigsten Glückwünsche hierfür! Damit spielen sie sogar in der selben Liga wie der gute alte Bilbo Beutlin, sehr beachtenswert für einen Menschen. Es könnte aber auch den ein oder anderen zu der Annahme führen, dass in ihrem Blut vielleicht nicht nur Menschenblut fließt, wo wir auch schon beim eigentlichen Grund für diesen Brief angekommen wären. (Aber keine Angst, Ihr kleines Geheimnis ist bei mir gut aufgehoben!)
Um es kurz zu machen - auch ich scheine etwas aus der Art geschlagen. Ich bin, obwohl schon ausgewachsen, immerhin gute zwei Köpfe kleiner als meine Freunde und Eltern, und erschreckende dreieinhalb Köpfe kleiner als mein Freund. Man möchte fast sagen: ich bin winzig für einen Menschen aus diesen Gefilden. Während mich einst ein Mitschüler frech als "rasiertes Zwergenweib" bezeichnete (dafür musste er büsen), bemerkten meine Freunde doch schon bald meine Vorliebe für kurze Hosen, meine Abneigung gegenüber Schuhen und vor allem meinen Hang zu häufigen und durchaus üppigen Mahlzeiten; nur werde ich von diesen keinen Zentimeter breiter. Dass ich weitaus jünger aussehe als ich bin und meine wuscheligen Haare erklären ihr übriges, nicht?
Nun gut, ich werde nun nicht mehr länger um den heißen Brei herumreden: ich würde mich mehr als freuen, wenn sie mir bitte eine Landkarte oder eine Wegbeschreibung senden könnten, die mir zeigt, wie ich zu Meinesgleichen gelangen kann - ob auf dem Landoder Seeweg ist mir gleich. Ich habe nicht nur die Witze über meine Körpergröße reichlich satt, sondern auch das schlechte Wetter hier in Deutschland, zudem könnte das Essen auch einen Deut besser sein. Die sonnigen Felder & Wälder des Auenlandes erscheinen mir da weit freundlicher.
Es wäre wirklich sehr lieb von Ihnen, mir diesen kleinen Dienst zu erweisen. Selbst-verständlich weiß ich, dass Sie ein vielbeschäftigter Mann und auch nicht mehr der Jüngste sind, darum schicke ich Ihnen natürlich gleich einen frankierten Rückumschlag für die Landkarte mit, sowie ein paar Beutelchen Earl Grey Tea -dass mag befremdlich erscheinen, aber ich wollte Ihnen einfach auch etwas zurückgeben.
Ich wünsche Ihnen noch viele vergnügte und erfolgreiche Jahre im Kreise Ihrer Lieben!
Allerherzlichste Grüße,
Alexandra

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Lieber Mr. Tolkien,
"Der Herr der Ringe" begegnete mir, als ich 12 war und schlug ein wie der Blitz. Monatelang studierte ich Atlanten und verglich die Küstenlinien Ihrer Karten mit denen im Atlas, denn ich war fest davon überzeugt, daß diese Saga einen wahren Kern haben musste.
Ich wusste genau: Das, was Sie hier berichten, hat sich so abgespielt, in grauer Vorzeit.
Inzwischen bin ich fast 50. Ihre Bücher lese ich immer noch jählich, und im Rückblick kann ich sehen, wie sehr sie mich geprägt haben.
Mit 12 ist man ja doch noch viel mehr für die Kraft und Grandiosiät Ihrer Erzählung empfänglich.
Jetzt weiß ich, daß Ihre Saga tiefe, feste Wurzeln in der gemanischen Mythologie hat - mit der ich mich dank der Bekanntschaft mit Ihnen intensiv beschäftige.
Mr. Tolkien, vielen Dank für das, was durch Ihre Bücher in die Welt gekommen ist und besonders in mein Leben. Ohne unsere Bekanntschaft wäre mein Leben, mit Verlaub, anders verlaufen - langweiliger, vermutlich. Denn Ihre Helden und Heldinnen haben mich immer wieder inspriert zu wagen und zu gewinnen (naja, manchmal hab ich auch verloren....trozdem wars gut).
In der Hoffnung, Ihnen jenseits der Grauen Anfurten zu begegnen verbleibe ich mit besten Wünschen
Ihre Constanze

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Dear Master Tolkien,
just to talk to you like Sam talks to Frodo, because you became a friend to me (like Frodo became a friend of Sam) trough your beautiful books. So that you nes the name of your new fan - friend, I am Sara Jane Pilbauer from Germany.
I read most of your books- and loved them all. I hope I get the chance to read the books of you I didn t read becuase I couln d find or buy them till now. Alas!
Everytime I read the Hobbit I would like to go on a big journey and just wait what will happen.
Everytime I read the Lord of the Rings I ask my self when I will meet hobbits, elfes or dwarfes for myselfe. I also got a ring of power when I was 11 - I was very sad because he did not make me unseeable.
Everytime I read The Letters of Father Christmas I start to smile and believe in dreams (altough I am already 19 years old).
To sum up:
Due to this special feelings, thoughts and dreams I will thank you.
Due to those books I am grateful.
By reason of you wrote these books I am your fan,
and because you gave me dreams and hope I wish you fulfilled dreams and hopes.
Yours
Sara

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Fleur sur Mer, 11. August 1968

Geschätzter Mr. Tolkien,
auf meinen unzähligen Reisen durch die ganze Welt, habe ich sehr viel erlebt. Fabelhaftes, Aufregendes, Grausames, Abenteuerliches, Unglaubliches und Unwahrscheinliches, Wunderschönes und Trauriges.
Aber in meiner gesamten Laufbahn als Weltenbummler ist mir ein Erlebnis ist mir ein Erlebnis so klar in Erinnerung geblieben, als wäre es gestern gewesen.
Im Sommer 1938 - ich war gerade aus Burma zurückgekehrt - erholte ich mich im Hause meiner Schwester von einem entsetzlichen Fieber, das mich dort befallen hatte. Hier auf dem Lande und dank der fabelhaften Pflege meiner Schwester kam ich langsam wieder zu Kräften. Im Hospital hatte ich einen englischen Flieger aus York kennen gelernt, der mir zum Abschied das Buch überließ, in dem er während seines Aufenthalts immer gelesen hatte. Ich war zu dieser Zeit kein großer Leser von Romanen, eher von Reiseberichten und geschichtlichen Themen. Darum verschwand das Buch auch erst einmal in meinem Koffer.
Langsam stellte sich eine Besserung meiner körperlichen Beschwerden ein, doch alsbald begann mich ein anderes, ein altes Leiden, dessen Anzeichen ich nur zu gut kannte, wieder zu plagen - das Fernweh.
An einen Aufbruch war noch lange nicht zu denken, doch mit jedem Tag wurde die Sehnsucht nach den Düften der arabischen Basare und dem rauen Wind der Ozeane stärker.
Langsam kam ich mir wie ein Gefangener vor. Eines Tages fiel mir jedoch das Buch in die Hände, das seit meinem Hospitalaufenthalt in meinem Koffer gewartet hatte.
„In a hole in the ground there lived a hobbit…”
Ich begann zu lesen und etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte, geschah. Ich wurde süchtig.
Die außergewöhnlichsten Plätze der Erde hatte ich besucht, doch erst hier begann ich zu begreifen, dass man nicht nur physisch auf Reisen gehen kann.
Ich bewundere ihre Gabe, von Reisen zu berichten, die sich auf Kontinenten ereignen, die man weder mit Eisenbahn, Schiff oder Flugzeug erreichen kann.
Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, sie waren selbst dabei (und auf gewisse Weise waren sie das ja wirklich) als sich ein Zwerg nach dem anderen in der Behausung des Halblings einstellte, als der Hobbit den Ring fand und als später die Gefährten loszogen, um die Welt zu retten.
Dank Ihnen habe ich das Privileg genossen, diese Reisen auch anzutreten, und dafür möchte ich Ihnen meinen tief empfundenen Dank und meine ebenso tiefe Verbundenheit aussprechen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine gute Reise - wohin immer sie auch führen mag.

Ein Mitreisender im Geiste

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